Berlin-Exkursion

Schmelztiegel Berlin – eine Millionenstadt, in der zahlreiche Nationalitäten mal mehr und mal weniger friedliche neben- und miteinander leben.

Diese Stadt war Ausgangspunkt unserer Exkursion vom 23.04. bis 27.04.2007 und führte uns an Orte, an denen wir um uns vor Ort mit den Themen Migration, Diskriminierung und Integration auseinanderzusetzen konnten. Stationen unserer Exkursion waren vornehmlich die Stadtteile Kreuzberg und Neukölln, da es gerade in diesen Stadtteilen durch einen überdurchschnittlich hohen Anteil an Einwohnern mit Migrationshintergrund immer wieder zu Konflikten kommt. Wir haben uns vor Ort Einrichtungen und Initiativen angesehen, die sich für die Integration und ein friedliches Miteinander engagieren:

Das Kreuzberg Museum [www.kreuzbergmuseum.de] möchte die Alltagsgeschichte des Stadtteils vermitteln, die durch das enge Nebeneinander von Wohnen und Arbeiten sowie einer Mischung unterschiedlicher Lebensstile, Kulturen und Nationalitäten auf engstem Raum geprägt ist. Und immer wieder bietet das Museum Platz auch für verschiedene Ausstellungen, die sich u.a. auch mit den Themen Migration auseinandersetzten. So beispielsweise die Ausstellung „Gesichter der Migration“. In dieser Ausstellung wurde mit Fotos und Interviewausschnitten dokumentiert, wie Migranten hier Kreuzberg leben, wie sie denken und fühlen und was sie sich für ihre Zukunft wünschen …

 

Das Museum Neukölln [www.museum-neukoelln.de] versteht sich vor allem als ein lebendiger Ort, an dem sich Menschen verschiedener Generationen und Kulturen austauschen und miteinander in Kontakt treten können. Im Zentrum der Ausstellungen stehen die Bewohner des Stadtteils Neukölln sowie die Themen Regionalgeschichte und Alltagskulturen. Besonders die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen hat für das Museum einen hohen Stellenwert. Hier werden spezielle Führungen und Workshops angeboten.

 

 

Das Schwule Museum [www.schwulesmuseum.de] zeigt und dokumentieret homosexuelles Leben in seinen zahlreichen Facetten und seine breiten und individuellen Lebensentwürfen. So soll die Akzeptanz und Toleranz homosexueller Lebensweisen gefördert und einer Typisierung und Stigmatisierung entgegengewirkt werden.

 

 

 

Im Vorfeld der Exkursion haben wir uns außerdem mit einigen schulischen Projekten in dem Stadtteil Neukölln beschäftigt. Das Projekt „Neues aus Babylon“ [mehr] wollte vermitteln, welche Vorteile und kulturellen Reichtümer sich aus der Vielsprachigkeit einer multikulturellen Gesellschaft ergeben.

Das Projekt „Gute Söhne – gute Töchter“ [mehr] hat sich mit den Schwierigkeiten auseinandergesetzt, denen Jugendliche begegnen, wenn sie zwischen zwei Kulturen – den Traditionen und Werten der Herkunftsländer ihrer Eltern und der modernen deutschen Kultur – aufwachsen.

 

Text: Claudia von Rönn

Fotos: flickr.com/ Kreuzberg Museum/ Museum Neukölln/ Schwules Museum