Islam

Der Islam ist nach dem Christentum die zweitgrĂ¶ĂŸte Weltreligion mit weit ĂŒber einer Milliarde GlĂ€ubiger. Seine AnhĂ€nger bezeichnen sich als Muslime bzw. Moslems.

Ein zentrales Merkmal des Islams ist Tauhid (arab. „Einheit“). Dabei handelt es sich um den klassischen Glauben an die Einheit und Einzigartigkeit. Muslim ist derjenige, der sich aus freien StĂŒcken dem „barmherzigen“ Gott anvertraut.  

Der Begriff des Islams hat mehrere Bedeutungsebenen: 1. Bezeichnung fĂŒr eine konkrete Religionsgemeinschaft. 2. Das von Herzen kommende Praktizieren der allen GlĂ€ubigen auferlegten religiösen Pflichten. 3. Der Islam versteht sich als Din al-fitrah („Religion der Schöpfung“), als die eine wahre, ewige, von der Schöpfung an existierende Menschenreligion.

Einer gelĂ€ufigen Einteilung zufolge stellt sich der Islam als Glaubensbekenntnis und Pflichtenlehre dar.  Neben dem Koran gilt die Sunna als Richtschnur fĂŒr ein gottgefĂ€lliges Verhalten. Im Zusammenhang der Pflichtenlehre sind die fĂŒnf SĂ€ulen Arkan, bedeutsam, die persönliche und gesellschaftliche Handlungen zugleich darstellen. Der Islam ist eine tendenziell orthopraxe Religion: Gemeinsam kultische Handlungen sind ebenso wichtig wie das richtige Verhalten in der Gesellschaft.

 

Quelle: Tworuschka, U. (1999): Lexikon. Die Religionen der Welt, GĂŒtersloh: Chr. Kaiser/GĂŒtersloh Verlagshaus. S.150-151